Internetlösungen für Firmen seit 1998 » NEWS » NEWSARTIKEL

HUYNH möchte Menschen in Not mit und ohne Migrationshintergrund unterstützen


„Unsere Homepage, die nächsten Monat online geht, soll als Plattform dienen“, informiert einer der drei Regensburger Initiatoren Phuc Huynh bei der ersten Spendenübergabe am Dienstag im Kinderheim Sankt Vincent in Regensburg. Ge- schäftsleute sollen damit die Mög- lichkeit haben, mit altem Sortiment, das nicht mehr gekauft wird und im Lager herumliegt, etwas Gutes zu tun. Zudem, so erklärt Huynh, „haben wir noch einige andere Ideen im Kopf“. Er selbst, der als Kind aus Vietnam geflohen ist und dankbar auf seine eigene gelungene Integration in Deutschland blicken kann, nennt als weitere Pläne Refugees Dinner und Flüchtlingskino.

Integration über kulturellen Austausch Bei den Dinnern sollen beispielsweise Afghanen ihr landestypisches Essen – die Nahrungsmittel dafür werden zur Verfügung gestellt – gruppenweise zubereiten. Das Ganze soll in Regensburger Lokalitäten stattfinden. Huynh hat bereits mit Betreibern von Lokalen wie der Bodega gesprochen, die sich vorstellen können, ihre Räume dafür zur Verfügung zu stellen. Regensburger können dann gegen einen kleinen Beitrag eine neue kulinarische Erfahrung machen. „Wir müssen von der Ghettoisierung wegkommen – gemeinsames kulturelles Kennenlernen und Austausch ist dafür der beste Weg“, so Huynh.

Deutscher Klassiker mit syrischen Untertiteln Zur Erlangung dieses Ziels kann auch das Kinoprojekt einen Beitrag leisten, fährt der Vietnamese, der aus der Medienbranche kommt, fort. Dabei könnten syrischen Flüchtlingen kostenlos deutsche Klassiker mit syrischen Untertiteln gezeigt werden. „Achim Hofbauer vom Garbo-Kino hat schon Interesse an dem Projekt gezeigt“, so Huynh. Er wäre bereit, einmal im Monat eine Gratisvorstellung, die neben den Flüchtlingen auch Regensburger besuchen können, anzubieten. Im Gegenzug sollen auch Regensburger die Möglichkeit haben, Klassiker anderer Länder mit deutschen Untertiteln anzuschauen. „Auch Sascha von der Suite15 hat bereits Interesse gezeigt, einmal eine Syrische Nacht mit syrischer Musik auf die Beine zu stellen.“
Den Anstoß zu der gesamten Aktion „Leuchtturm Regensburg“ gab Trude Donauer, die als Sozial-Pädagogin im Kinderheim Sankt Vincent tätig ist und nun schon eine Zeit lang mit den unbegleiteten Flüchtlingen dort arbeitet. „Trude kontaktierte mich vor ein kurzem und meinte: Wir brauchen Schuhe für unsere Kinder“, erzählt Huynh. Der Vietnamese mit dem leichten Allgäuer Akzent fackelte nicht lang, sondern kontaktierte Geschäftsleute in der Stadt und fragte, ob sie nicht Restbestände an Schuhen hätten, die nicht mehr gekauft werden. „Eine Sisyphusarbeit“, erzählt er rückblickend. Deshalb kam ihm zusammen mit Trude Donauer und Eva Maria Faltermeier, die bei Kro- nes in der Öffentlichkeitsarbeit tä- tig ist, die Idee, das Projekt zu pro- fessionalisieren und mit einer Homepage eine richtige Plattform zu schaffen. Wichtig ist ihnen allen dabei, dass sie „nicht nur Flüchtlinge, sondern auch Menschen ohne Migrationshintergrund unterstützen wollen“.Am Dienstag konnte dann mit der Übergabe der ersten 100 Paar Schuhe der offizielle Startschuss für das Projekt, dessen Schirmherrschaft Oberbürgermeister Joachim Wolbergs übernommen hatte, gegeben werden.

Zeitungsartikel abrufen

© 1998-2009. Alle Rechte bei HUYNH | POWERED BY TYPO3, GREENPEACE ENERGY AND APPLE